KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN gönnt sich ein „Sabbat-Halbjahr“!

Nach den gleichermaßen aufregenden wie anstrengenden Aktivitäten zum 70. Todestag Klaus Manns in Amsterdam, Berlin und Lübeck in diesem Frühjahr gönnen wir uns jetzt eine schöpferische Pause. Allerdings ist von Ruhe keine Spur. Die Planungen für das Frühjahr laufen auf Hochtouren. Zusammen mit unserer Amsterdamer Sektion wird ein Projekt in Berlin auf den Weg gebracht. Seien Sie gespannt!

Bild: Der Vorstand unserer Intiative hat seine Lieblingslocation gefunden: den ‚Freischwimmer‚ an der Grenze zwischen Kreuzberg und Treptow – gegenüber dem ‚Club der Visionäre‘. Der Flutgraben, der beide angesagten Clubs trennt, war bis vor dreißig Jahren ein Teil des Todesstreifens. Mittlerweile haben sich die Natur und die Partyhungrigen den Ort zurückerobert.

Der Vorstand (v.l.n.r.): Madeleine Kneissig, eine aus Luxemburg stammende Literaturstudentin (HUB), der Vorsitzende Frank Träger und Karl Kelschbach (Vize-Vorsitzender). An dem Tag leider verhindert: Konstantin Rau. Das Meeting war im Grunde genommen ein Brainstorming über den weiteren Weg.

Regenbögen über Madagaskar – Am Vorabend des CSD

Couverture-Von-300x300-1-175x300Freitag, 26. Juli 2019 von 20:00 bis ca. 22:00 Uhr

Lettrétage, Mehringdamm 61, 10961 Berlin-Kreuzberg

Eintritt: 5/3€, Mitglieder frei

Wie lebt es sich als Schwuler in Madagaskar? Diese Frage begleitete Karl Kelschebach, Mitglied der Klaus-Mann-Initiative, auf seiner Reise in das stark religiös geprägte Land im Indischen Ozean. Antworten fanden sich in den Bars einer schillernden Bohème, versteckten Szene-Treffs – und der ersten Prosasammlung, die Einblicke in Madgaskars schwule Lebenswelten gewährt: Mémoires d‘un jeune gay dérangé. Texte daraus werden in französischer und deutscher Sprache vorgetragen und gemeinsam mit den Gästen als Zeugnisse einer facettenreichen (Sub-)Kultur erkundet. Gespräche bei einem kühlen Getränk runden den Abend ab.

Vortrag: Karl Kelschebach

Karl hat Germanistik und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert. Zuvor absolvierte er einen Freiwilligendienst in Burkina Faso und 2018/2019 ein Praktikum beim Deutschen Akademischen Austauschdienst in Madagaskar, wo er außerdem Sprachkurse am Goethezentrum erteilte.

Lesung: Nora Kelschebach und Madeleine Kneissig

Nora bereiste 2015/2016 Südamerika. Sie studiert Nachhaltiges Management an der TU Berlin und engagiert sich in der Umweltbewegung „Ende Gelände“.

Madeleine stammt aus Luxemburg und studiert derzeit Literaturwissenschaft an der HU Berlin.

Madeleine und Karl sind Vorstandsmitglieder unserer Initiative.

Eine Veranstaltung der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V.

„Eruptiver Flirt“ mit dem Buddenbrookhaus Lübeck

„Cabaret am Rand des Vulkans“ – Ein „eruptiver Flirt“ mit dem Buddenbrookhaus Lübeck.

Herzlicher Dank an das Buddenbrookhaus (Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum) Lübeck! Ganz besonderer Dank gilt unserem Vize Karl Kelschebach und seinem Ensemble: Nora Kelschebach, Nathanael Freier, Michael Navratil und Hendrik Schmid!

Bildnachweis: Buddenbrookhaus Lübeck

Helles Gedenken: Unsere Initiative performt am 70. Todestag von Klaus Mann zeitgleich in Lübeck und Berlin!

Pic Buddenbrookhaus

Buddenbrookhaus Lübeck

Helles Gedenken am 70. Todestag von Klaus Mann: Die Klaus Mann Initiative Berlin e.V. gedenkt ihres Namensgebers zeitgleich am 21. Mai 2019 an zwei für sie Heiligen Orten: im Buddenbrookhaus (Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum) Lübeck und in Der Zauberberg in Berlin-Friedenau. Bitte belohnen Sie uns mit Ihrer Anwesenheit!

Cabaret am Rand des Vulkans Klaus Mann vs. Christopher Isherwood

Dienstag, 21. Mai 2019 von 19:30 bis 22:00 Uhr

Buddenbrookhaus (Heinrich-und Thomas Mann-Zentrum), Mengstraße 4, 23552 Lübeck

Karl Kelschebach, Nathanael Freier, Nora Kelschebach, Hendrik Schmid und Michael Navratil

https://www.facebook.com/events/559147737937829/

Pic Panorama Zauberberg

Der Zauberberg Berlin-Friedenau

Der Exilverlag Querido Amsterdam – Klaus Mann zum Gedächtnis

Dienstag, 21. Mai 2019 von 20:00 bis 22:15 Uhr

Buchhandlung Der Zauberberg, Bundesallee 133 12161 Berlin-Friedenau

Bettina Baltschev, NN

https://www.facebook.com/events/159884748287609/

Bildnachweise: Facebook-Auftritte des Buddenbrook-Hauses Lübeck und der Buchhandlung Der Zauberberg Berlin-Friedenau.

https://www.facebook.com/Der-Zauberberg-217302091966143/  und https://www.facebook.com/Buddenbrookhaus/

 

„Cabaret am Rand des Vulkans“ im Buddenbrook-Haus Lübeck

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Cabaret am Rand des Vulkans
Ein fiktiver Dialog zwischen Klaus Mann und Christopher Isherwood

Anlässlich des 70. Todestages von Klaus Mann findet das Cabaret am Rand des Vulkans statt. Die Schauspieler*innen Karl Kelschebach, Nathanael Freier, Nora Kelschebach, Hendrik Schmid und Michael Navratil gestalten in Anlehnung an Klaus Manns Exilroman Der Vulkan: Roman unter Migranten einen fiktiven Dialog zwischen Klaus Mann und dessen Kollegen Christopher Isherwood über das quirlige Berlin der 1920er Jahre, die nationalistische Bedrohung und die Erfahrung der Emigration.

Ein Projekt der Klaus Mann Initiative Berlin e.V., initiiert von Frank Träger.

Karten sind im Museumsshop unter Tel. 0451 122 4190 oder per E-Mail an shop@buddenbrookhaus.de erhältlich, sowie an der Abendkasse.

Eintritt: 9 EUR / ermäßigt 7 EUR

Facebook: https://www.facebook.com/events/559147737937829/

Foto: Konstantin Rau, Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

Der Artikel wurde am 25.03.2019 hier erstmals veröffentlicht.

Klaus Mann Initiative Berlin rockt Amsterdam

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„Ich glaube (und andere auch) eine neue Tradition ist entstanden.“                      Arnulf Sanders, Kunsthistoriker und Mitarbeiter des Jüdischen Museums Amsterdam an Frank Träger nach drei Tagen „KlausMan(n)ia“ in Amsterdam (Mail vom 18.04.2019)

Hier der Fotoblog unseres Mitgliedes Margreet den Buurman, der niederländischen Mann-Expertin: http://margreetdenbuurman.blogspot.com/2019/04/klaus-mann-initiative-berlin-in.html

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Mehr in Kürze!

 

AMSTERDAM, Keizersgracht 333: Wenn diese Steine reden könnten …

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In dem Haus Keizersgracht 333 war von 1933 bis 1950 der Querido Verlag N.V. – ein deutschsprachiger Exilverlag – untergebracht. Von einem kleinen Büro aus leitete Fritz Landshoff – ehemaliger Verlagsleiter des Kiepenheuer Verlages – den Exilverlag und ermöglichte es, dass die Bücher sehr bedeutender deutschsprachiger Schriftsteller erscheinen konnten: So die Werke von Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Heinrich und Klaus Mann, Joseph Roth, Irmgard Keun, Anna Seghers und Arnold Zweig, Ernst Toller und Bruno Frank, Emil Ludwig, Vicki Baum und vielen anderen.

Von September 1933 bis August 1935 konnte Klaus Mann seine literarische Monatsschrift „Die Sammlung“ im Querido Verlag herausgeben. Hier erschien u.a. auch 1936 die Erstausgabe seines berühmten Romans „Mephisto“.

Die Verlagsarbeit fand mit der deutschen Besetzung der Niederlande im Mai 1940 ein barbarisches Ende: Die Gestapo beschlagnahmte und zerstörte den Verlag, der Verlagsleiter Emanuel Querido fiel 1943 durch Verrat in die Hände der deutschen Geheimpolizei. Zusammen mit seiner Frau Jane Querido-Kozijn wurde er am 23. Juli 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet. Nur durch einen Zufall entging Fritz Landshoff diesem Schicksal: Er hielt sich in London auf und konnte sich 1943 nach New York absetzen.

Die Arbeit des Verlages wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fortgesetzt. Das ultimativ letzte Buch des Exilverlags Querido war die Anthologie „Klaus Mann zum Gedächtnis“ im Jahre 1950. Neben Beiträgen von Giuseppe Antonio Borgese, Lion Feuchtwanger, Hans Keilson, William L. Shirer, Upton Sinclair und vielen anderen gab es auch zwei in anderer Hinsicht überaus bemerkenswerte Artikel: Das Vorwort seines Vaters Thomas Mann geriet zur Laudatio auf seinen Sohn Klaus. Und dass Erika Mann – die stille Herausgeberin des Bandes – die als unversöhnliche Kritikerin aller im „III. Reich“ Angepassten galt, einen Beitrag von Gottfried Benn in die Sammlung aufgenommen hat, gilt bis heute als Sensation. Benn war zu Beginn der NS-Herrschaft Mitläufer der Bewegung und wurde dafür von Klaus Mann heftig kritisiert. Im Verlaufe der NS-Diktatur wandte sich Benn jedoch davon ab und bescheinigte Klaus Mann später politische Hellsicht.

Die Klaus Mann Initiative Berlin e.V. wird im Frühjahr 2019 diesen Vorkämpfern für die Freiheit des Geistes die Ehre erweisen!

Margreet den Buurman – unsere Lobbyistin in Amsterdam

MdB und Kroll Babelsberg 21.11.2016

Auch wir kommen nicht ohne Lobbyisten aus! Unsere Lobbyistin in Amsterdam ist Margreet den Buurman. Die niederländische Expertin für alles, was mit der Familie Mann zu tun hat, ist seit 2016 Mitglied der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e.V. und bereitet uns eine Bühne an der Amstel. Margreet brennt für die Sache und wir sind ihr unendlich dankbar für ihr Engagement!🔥

Wir sehen uns am 16. April 2019 in Amsterdam bei „Überfällige Worte“! Siehe unten!

Bild: Mit Fredric Kroll, dem Klaus-Mann-Experten Nummer Eins. Aufgenommen am 21.03.2016 in Potsdam-Babelsberg (Foto: Frank Träger)

Überfällige Worte: Fiktives Gespräch Klaus vs. Thomas Mann

Zum 70. Todestag von Klaus Mann und zum Gedenken an den Exilverlag Querido, Amsterdam

Finaler Flyer ÜBERFÄLLIGE WORTE 70. TT KM

Dienstag, 16.04.2019, Goethe-Institut Amsterdam, Herengracht 470, Amsterdam

Am 21. Mai 1949 starb Klaus Mann „von eigener Hand“ in Cannes. Eine vielschichtige Gemengelage aus persönlichen und gesellschaftlichen Gründen hatte zu dieser verhängnisvollen Entwicklung geführt. Schon seit mindestens fünfzehn Jahren plagten Klaus Mann Stimmungsschwankungen. Das Experimentieren mit Drogen – nachhaltig beschrieben in seinem Roman „Treffpunkt im Unendlichen“ – führte zu Abhängigkeit und Sucht. Die Jahre der Emigration waren von rastloser Arbeit geprägt: Kraftquell in diesen Jahren waren sein Wirken als verantwortungsvoller Intellektueller und die unstillbare Hoffnung, mit der „Macht des Wortes“ etwas bewegen zu können. Misserfolge bei der Sammlung antifaschistischer Kräfte nährten Zweifel und verschärften seine Depressionen. Als Konsequenz schloss sich der einstige Dandy der US-Army an und wurde Teil einer militärischen Maschinerie. Der bittere „Lohn“ nach der Niederringung des NS-Regimes war der Kalte Krieg, der alle Hoffnungen Klaus Manns auf einen Neuanfang in Deutschland, Europa und der Welt zerstörte. Das „Prinzip Hoffnung“ hatte für ihn ausgedient.

Thomas Mann beantwortete den Freitod seines Sohnes in Cannes zunächst mit anklagenden Worten und sah keinen Anlass, seine Vortragsreise durch Schweden für dessen Beerdigung zu unterbrechen. Diese Tatsachen führten zu offensichtlichen Trugschlüssen über das Verhältnis zwischen Vater und Sohn: Nur kurze Zeit später schrieb Thomas Mann eine Art Nachruf auf seinen Klaus, der von tiefem Respekt, Empathie und Trauer durchdrungen war. Das Resümee des Vaters: „Er starb gewiss auf eigene Hand und nicht, um als Opfer der Zeit zu posieren. Aber er war es in hohem Grade.“ Dieser „Nachruf“ war das Vorwort des Bandes „Klaus Mann zum Gedenken“, den Erika Mann ein Jahr nach dem Tod ihres Bruders auf den Weg brachte. Es war zugleich die letzte Veröffentlichung des Querido Exilverlages, Amsterdam.

Das von Mitgliedern der Klaus Mann Initiative Berlin erarbeitete fiktive Gespräch zwischen Vater und Sohn orientiert sich an literarischen Werken beider Autoren und am aktuellen Stand der Forschung. Auf spekulative Elemente wurde bewusst verzichtet. „Fiktiv“ ist, dass der Sohn, der Anfang 1949 die Absicht geäußert hatte, dieses Jahr nicht überleben zu wollen, vor seinem Freitod das Gespräch mit dem Vater sucht. Zu ihm hatte Klaus ein ambivalentes Verhältnis: Einerseits stand er von Anfang an im Licht des Literatur-Nobelpreisträgers, andererseits grämte er sich in dessen Schatten und schöpfte seine Identität aus dem Status, ein Gegenentwurf zum berühmten Vater zu sein. Und so wurde eine Gemeinsamkeit zu einem Konfliktfeld: Vater und Sohn gingen höchst unterschiedlich mit ihrer Homosexualität um. Es ist kein Austausch zwischen Vater und Sohn in dieser Frage nachweisbar. Das fiktive Gespräch konfrontiert diesbezügliche Zitate aus Leben und Werk Thomas und Klaus Manns ohne der Versuchung zu erliegen, beide auf das Thema „Homosexualität“ zu reduzieren.

Frank Träger und Konstantin Rau, Klaus Mann Initiative Berlin e.V.

PROGRAMM:

• 19:30 Uhr: Empfang

• 20:00 Uhr: Begrüßung durch Margreet-den Buurman, niederländische Mann-Expertin, Autorin und Herausgeberin von Mann-Studien

• 20:15 Uhr: Frank Träger & Konstantin Rau:
Überfällige Worte – Fiktives Gespräch zwischen Klaus und Thomas Mann

• 21:00 Uhr: Interview über den Text und die Produktion

• 21:30 Uhr: Follow-up- und Publikumsfragen mit den Akteuren und Cees Steeman

• 22:00 Uhr: Schlusswort

► Veranstaltungssprache: Deutsch / Niederländisch
► Eintritt: € 7,50 / mit Ermäßigung: € 5,00
► Information auf Deutsch: https://www.goethe.de/ins/nl/de/ver.cfm?fuseaction=events.detail&event_id=21510945
► Information auf Niederländisch: https://www.goethe.de/ins/nl/nl/ver.cfm?fuseaction=events.detail&event_id=21510945

HP GI AMS Ausschnitt, Rohling

Eine Veranstaltung der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V.

Wir danken Frau Helga Marx, Mitarbeiterin am Goethe-Institut Amsterdam, für ihre Unterstützung!