Gegen den Hass

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Nach dem Veranstaltungsmarathon zu Klaus Manns 110. Geburtstag werden wir uns zeitgenössischen Themen stellen. Genauso, wie sich Klaus Mann den Themen seiner Zeit stellte. Leider sind die Probleme unserer Zeit denen seiner gar nicht so unähnlich. Das fünfte Literarische Quartett unserer Initiative stellt sich den Herausforderungen Demokratiefeindlichkeit, Populismus, Fanatismus, Rassismus und Nationalismus.

Carolin Emcke, Autorin des Essays „Gegen den Hass“, ist eine der wichtigsten Intellektuellen der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde vor wenigen Monaten in der Paulskirche zu Frankfurt am Main mit dem Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

„Sie setzt dem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berücksichtigt, ein Lob des Vielstimmigen, des ‚Unreinen‘ entgegen – weil so die Freiheit des Individuellen und auch des Abweichenden zu schützen ist. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen, weil Differenzierung und Genauigkeit das sind, was sie am meisten ablehnen.“ (Fischer-Verlage)

Die Akteure des Abends diskutieren die Argumente und die Denkanstöße Carolin Emckes zur Verteidigung der humanistischen Haltung und einer offenen Gesellschaft vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungswelt.

19. April 2017 | 20 Uhr | Lettrétage Berlin

Akteure:

Ármin Langer
war u. a. Rabbinerstudent am progressiven und egalitär ausgerichteten Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, jetzt Student der jüdischen Theologie an der Universität Potsdam; Gründer der „Salaam-Schalom“-Initiative (2013), die sich für den jüdisch-islamischen Dialog einsetzt, Autor von „Ein Jude in Neukölln: Mein Weg zum Miteinander der Religionen“ (2016)

Gabriel Wolkenfeld
Slavist; Studium der Germanistik, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Russistik sowie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Potsdam; längere Auslandsaufenthalte in Estland, Belarus, Russland; Lehrer für Deutsch als Fremdsprache; Autor von „Wir Propagandisten“ (2015)

Karl Kelschebach
Student an der Freien Universität Berlin: Deutsche Philologie und Politikwissenschaften mit Lehramtsoption

Frank Träger
Gymnasiallehrer für Politik, Ethik und Religion; Fachberater im Bereich des Staatlichen Schulamtes Brandenburg an der Havel; Gründer und Vorsitzender der Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

© Carolin Emcke „Gegen den Hass“. Leserechte mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2016 vom 14.02.2017 exklusiv für Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

Wir nehmen am Griechisch-Deutschen Lesefestival 2017 teil

Die Klaus Mann Initiative Berlin e. V. stellt das bisher noch nie aufgeführte Theaterstück „ATHEN“ (1932) von Klaus Mann als szenische Lesung vor, nach einer Strichfassung von Dr. Fredric Kroll, dem Nestor der Klaus-Mann-Forschung.

06.02.2017, 20:30 Uhr
Terzo Mondo am Savignyplatz in Berlin

Mit dabei sind:
Dr. Fredric Kroll (Sokrates)
Hauke Diekamp (Alkibiades)
Blanche Kommerell (Xanthippe)
Kostas Papanastasiou (Timon)
Steffen Marciniak (Meletos)
Margarete Hamm (Tänzerin)

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Grafik angefertigt und bereitgestellt von Steffen Marciniak.
Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Signe von Scanzoni – die letzte Gefährtin von Erika Mann

25.01.2017, 20:00 Uhr
Büchergilde Gutenberg Berlin, Buchhandlung am Wittenbergplatz

als-ich-noch-lebteDie Schauspielerin, Sängerin und Theaterkritikerin Signe von Scanzoni war die letzte Lebensgefährtin von Erika Mann. Nach deren Tod im September 1969 schrieb sie den fast 200 Manuskriptseiten umfassenden „Bericht über Erika Mann“. Dieser Text liest sich als Totenklage, Lebensbeichte und letztes großes Briefgespräch. Er erzählt von einer leidenschaftlichen Bindung, die vom Zwang zur Verschwiegenheit und zum Verstecken ebenso bestimmt war wie von heftigen Kontroversen über Politik und Zeitgeschichte (Quelle: Wallstein Verlag).

Referentin: Prof. Dr. Irmela von der Lühe (Universitätsprofessorin u. a. an der FU Berlin)
Moderation: Frank Träger und Konstantin Rau

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Mitglieder der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. und der Büchergilde haben freien Eintritt.

Die Veranstaltung ist Teil des gemeinsamen Rahmenprogramms der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN und des Schwulen Museums* Berlin zur Ausstellung „Es ist also ein Mädchen“: Hommage an Erika und Klaus Mann.

Weitere Informationen finden Sie bei Facebook und auf der Website der Büchergilde Gutenberg.

Ein Fest für Klaus Mann zu seinem 110. Geburtstag

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Die KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. begeht das Jubiläum am 18. November 2016 mit einer Aufführung der ersten Bühnenfassung von Klaus Manns einzigartiger Biografie „Der Wendepunkt“ in der Fassung von Maria Trautmann, die auch die Regie führt. Sie erleben Sven Gey als Darsteller und Moritz Götzen am Kontrabass (Foto: André Symann, Aufführung in Essen).
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Im Anschluss gibt es ein Nachgespräch zum Stück: Als Expertin wird die niederländische Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Herausgeberin Margreet Den Buurman über diMargreet Den Buurmane Aktualität von Klaus Manns Werk und die Rezeptionsgeschichte in den Niederlanden berichten.

Margreet Den Buurman ist DIE niederländische „Mann“-Spezialistin. Sie hat Bücher über Thomas und Heinrich Mann sowie auch eine gut aufgenommene Monografie über Erika und Klaus Mann veröffentlicht. Der Titel: „Ein Leben entlang der Bühne“. Margreet ist Mitglied unserer Initiative.

DER WENDEPUNKT – Erste Bühnenfassung von Klaus Manns einzigartiger Biografie
18.11.2016, 20:00 Uhr, Lettrétage Berlin

Doch auch in den nächsten Tagen geht es spannend weiter: Zunächst wird Dr. Fredric Kroll, der Nestor der Klaus-Mann-Forschung, als Referent in der Veranstaltung „Im Banne des Kalten Krieges: Klaus Manns letztes Fragment THE LAST DAY“ zu sehen sein.

Zum Inhalt: Bis kurz vor seinem Tod arbeitete Klaus Mann an seinem literarischen Vermächtnis „The Last Day“. Der Text handelt von zwei Intellektuellen in Ost und West, die gleichermaßen für Ausgleich und Verständigung werben und damit – wie Klaus Mann selbst – untergehen. Zwei Tage vor der Ausrufung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, die für sein Empfinden die Teilung Europas zementierte, hat Klaus Mann sich das Leben genommen. Im Laufe der vorausgehenden Wochen hat er sich bemüht, seine lebenslange Todessehnsucht durch das Schreiben eines Selbstmörder-Romans vor dem Hintergrund der atomaren Bedrohung durccover-treffpunkt-im-unendlichenh den sich zuspitzenden Kalten Krieg zu sublimieren. Trotz massiver Schreibhemmungen hat Klaus Mann Skizzen zu diesem Roman in nicht ganz unbeträchtlichem Umfang hinterlassen: Der Idealist Julian in New York begeht aus Enttäuschung über die Heuchelei im politischen Gebaren der USA Selbstmord. Beim Versuch, in den Westen zu fliehen, wird der enttäuschte kommunistische Schriftsteller Albert in Ost-Berlin erschossen. Diese zwei ähnlich und doch auch wieder unterschiedlich motivierten Todesfälle ereignen sich am selben Tag und werden strukturell ineinander verwoben. Fredric Kroll trägt die „Lesefassung“ vor, die er aus diesen Fragmenten zusammengestellt und aus dem Englischen ins Deutsche übertragen hat.

Im Banne des Kalten Krieges: Klaus Manns letztes Fragment THE LAST DAY
21.11.2016, 19:0
0 Uhr (geändert, ursprünglich 20:00 Uhr), Bildungsforum Potsdam

Unsere lerenate-bergertzte Veranstaltung in diesem Jahr trägt den Titel: „Tanz auf dem Vulkan – Gustaf Gründgens und Klaus Mann“.

Die Referentin an diesem Abend ist Dr. Renate Berger, bis 2012 Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Sie hat Anfang des Jahres eine Doppelbiografie zu Gustaf Gründgens und Klaus Mann herausgebracht. Frank Träger und Konstantin Rau werden sich mit der Autorin über das spannungsgeladene Verhältnis der beiden unterhalten. Die Texte von Gustaf und Klaus werden von den Schauspielern Vincent Sierp (l.) und Marius Mik (r.) gelesen.

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Übrigens: Vincent Sierp, bis vor kurzem noch Student der Schauspielschule Charlottenburg, coachte zusammen mit seinem Kommilitonen Jan Schneider die beiden Vorstände unserer Initiative zur Vorbereitung des Fiktiven Gesprächs zwischen Klaus und Thomas Mann.

Tanz auf dem Vulkan – Gustaf Gründgens und Klaus Mann
30.11.2016, 20:00 Uhr, Literaturhaus Berlin (Großer Saal)

Eine Übersicht mit allen Veranstaltungen des Festprogramms bis Februar 2017 finden Sie hier.

„Es ist also ein Mädchen“: Hommage an Erika und Klaus Mann

Am 27.10.2016 wird um 19:00 Uhr die Ausstellung

„Es ist also ein Mädchen“: Hommage an Erika und Klaus Mann

im Schwulen Museum* Berlin eröffnet. Die Schau wird bis zum 30.01.2017 gezeigt. Die Ausstellung wurde von den Vorständen der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. initiiert (Arbeitstitel: „The Literary Mann Twins“). Kurator ist Wolfgang Theis. Die Initiative organisierte auch ein vielfältiges Rahmenprogramm.

Mehr Informationen zur Ausstellung finrinaldo-hopfden Sie hier.

Bildnachweis: Rinaldo Hopf, The Literary Mann Twins, Rinaldo Hopf / Schwules Museum*

Nächste Veranstaltung

„Bürger gegen Künstler: Thomas Manns TRISTAN“
Lektüreabend / Offenes Literarisches Quartett

10.06.2016, 20:00 Uhr
Literaturhaus Berlin

Erste gemeinsame Veranstaltung der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. mit dem Thomas-Mann-Kreis e. V.

Eintritt 5 / 3 Euro

Der Eintritt dient ausschließlich zur Deckung der Mietkosten. Für Mitglieder beider Gesellschaften ist der Eintritt frei.

Akteure:
Dr. Tim Lörke, Berlin
Valentina Savietto, Verona
Steffen Marciniak, Berlin
Frank Träger, Herzberg (Elster)

Wir bitten Sie um die Vorablektüre des Werkes. Aber auch Gäste, die im Vorfeld keine Gelegenheit zum Lesen der Novelle hatten, werden die Veranstaltung mit Gewinn erleben.

Zudem bitten wir ausdrücklich um Ihre Anmeldung per E-Mail. Platzreservierungen sind bis zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn möglich.
E-Mail: KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de

Foto: André Köhler, 2011. [c] Literaturhaus Berlin