Wir suchen eine(n) Mit-Streiter(in)

„Literarisches Quartett“ zu Naomi Kleins „Gegen Trump“

Seit 2013 hat die Klaus Mann Initiative Berlin e. V. das Format Marcel Reich-Ranickis erfolgreich adaptiert. Bisher ging es um Werke von Klaus und Thomas Mann. In diesem Jahr haben wir uns – mit unerwartet hohem Erfolg – einem Thema unserer Zeit gewidmet: Carolin Emckes „Gegen den Hass“.

Unter Federführung unseres Vorsitzenden und mit zwei jungen Mitgliedern wollen wir nun ein Quartett zu Noami Kleins Buch „Gegen Trump“ auf die Beine stellen.

Wir suchen – ganz bewusst auch außerhalb unserer Initiative – eine(n) vierte(n) Teilnehmer(in). Obwohl wir nicht krampfhaft einen direkten Bezug zu Klaus Mann herstellen wollen: Er – der das „Trauma Amerika“ selbst erlebt hat – könnte wohl „ein gehöriges Wörtchen mitreden“.

Angedacht ist der September, der Ort könnte eine politisch orientierte Buchhandlung hier in Berlin sein. Wir haben Optionen. Dem Quartett können also ausdrücklich auch Nichtmitglieder angehören. Sorry, bei uns läuft alles „No Budget“.

Melde dich einfach bei uns auf Facebook oder über unsere E-Mail-Adresse: KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de.

Bis dann!

Die Darstellung der Frauen im Werk von Klaus Mann

Am Dienstag, den 13. Juni 2017, wird die spanische Germanistin Ana Muñoz Gascón (Dekanin der Fakultät für Übersetzung und Interpretation an der Universidad de Valladolid) ihr Projekt „Die Darstellung der Frauen im Werk von Klaus Mann“ vorstellen. Ana Muñoz Gascón ist seit Beginn des Jahres Mitglied unserer Initiative.

Die Veranstaltung ist keine Vortragsveranstaltung. Ana wird 10 bis 15 Minuten ihr Projekt vorstellen. Wenn Sie wollen, können Sie Ihre Erfahrungen zum Thema gerne mit einbringen. Die Zusammenkunft dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und hat den Charakter einer offenen Mitgliederversammlung. Der Vorsitzende ist übrigens zuvor zusammen mit Ana Gast der Mitgliederversammlung des Thomas Mann Kreises Berlin. Der Veranstaltungsort unserer Initiative ist diesem Umstand geschuldet.

Bitte melden Sie sich unbedingt per E-Mail bis Montagabend verbindlich an:
KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de

Zeit und Ort:
Dienstag, 13.06.2017, 20:00 Uhr (bis ca. 21:00 Uhr)
BonVerde am Wannsee
Kronprinzessinnenweg 251/252
14109 Berlin

Umfrage: Klaus Mann – ein Vorbild?

Am Rande der Vernissage zur Exposition „Es ist also ein Mädchen“: Hommage an Erika und Klaus Mann am Schwulen Museum* Berlin Ende Oktober 2016 fragte mich ein Altvorderer des Museums, ob man denn eine Schule nach Klaus Mann benennen könne. Natürlich stand hinter der Frage – die keineswegs als flache Provokation gemeint war – das offenkundige Interesse des Fragenden, wie ich – in Personalunion Gymnasiallehrer und Gründer bzw. Vorsitzender der Klaus Mann Initiative Berlin e. V. – die konstruktiven und die destruktiven Aspekte in Leben und Werk von Klaus Mann denn gewichten würde. So verblüfft ich über die Frage war, so verblüfft bin ich noch heute über meine eigene unumwundene Antwort.

Ich bitte Sie hiermit um IHR Statement mit einer angemessenen Begründung:

  1. Taugt Klaus Mann zum Vorbild? Und:
  2. Ist es angemessen, eine Schule nach Klaus Mann zu benennen?

Meine Entgegnung mit einer ausführlichen Begründung habe ich in einem Aufsatz für die „ALG-Umschau“ (Nr. 56) veröffentlicht. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten von Ihnen das Magazin gelesen haben. Aus einem Grund ist das sogar ganz gut so, da Sie nun ohne Beeinflussung urteilen können.

Ich würde mich sehr über Ihre Mitarbeit freuen! Mit der Teilnahme stimmen Sie einer Veröffentlichung Ihrer Meinung zu. Wenn Sie einer Veröffentlichung NICHT zustimmen, teilen Sie uns das bitte ausdrücklich mit. Gleiches gilt für einen möglichen Wunsch, das Statement anonym zu veröffentlichen.

Auf einen fruchtbaren Meinungsaustausch über
KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de.

Einsendeschluss ist der 23. Mai 2017.

Ihr Frank Träger
Vorsitzender

Gegen den Hass

gegen-den-hass

Nach dem Veranstaltungsmarathon zu Klaus Manns 110. Geburtstag werden wir uns zeitgenössischen Themen stellen. Genauso, wie sich Klaus Mann den Themen seiner Zeit stellte. Leider sind die Probleme unserer Zeit denen seiner gar nicht so unähnlich. Das fünfte Literarische Quartett unserer Initiative stellt sich den Herausforderungen Demokratiefeindlichkeit, Populismus, Fanatismus, Rassismus und Nationalismus.

Carolin Emcke, Autorin des Essays „Gegen den Hass“, ist eine der wichtigsten Intellektuellen der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde vor wenigen Monaten in der Paulskirche zu Frankfurt am Main mit dem Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

„Sie setzt dem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berücksichtigt, ein Lob des Vielstimmigen, des ‚Unreinen‘ entgegen – weil so die Freiheit des Individuellen und auch des Abweichenden zu schützen ist. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen, weil Differenzierung und Genauigkeit das sind, was sie am meisten ablehnen.“ (Fischer-Verlage)

Die Akteure des Abends diskutieren die Argumente und die Denkanstöße Carolin Emckes zur Verteidigung der humanistischen Haltung und einer offenen Gesellschaft vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungswelt.

19. April 2017 | 20 Uhr | Lettrétage Berlin

Akteure:

Ármin Langer
war u. a. Rabbinerstudent am progressiven und egalitär ausgerichteten Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, jetzt Student der jüdischen Theologie an der Universität Potsdam; Gründer der „Salaam-Schalom“-Initiative (2013), die sich für den jüdisch-islamischen Dialog einsetzt, Autor von „Ein Jude in Neukölln: Mein Weg zum Miteinander der Religionen“ (2016)

Gabriel Wolkenfeld
Slavist; Studium der Germanistik, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Russistik sowie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Potsdam; längere Auslandsaufenthalte in Estland, Belarus, Russland; Lehrer für Deutsch als Fremdsprache; Autor von „Wir Propagandisten“ (2015)

Karl Kelschebach
Student an der Freien Universität Berlin: Deutsche Philologie und Politikwissenschaften mit Lehramtsoption

Frank Träger
Gymnasiallehrer für Politik, Ethik und Religion; Fachberater im Bereich des Staatlichen Schulamtes Brandenburg an der Havel; Gründer und Vorsitzender der Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

© Carolin Emcke „Gegen den Hass“. Leserechte mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2016 vom 14.02.2017 exklusiv für Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

„Schön, dass Sie Klaus Mann Frischluft zufächeln!“

Ein Nachtrag in eigener Sache: Die KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. wurde fast einstimmig zum Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e. V. (ALG) gewählt.

Die Location und der Zeitpunkt (und auch das Wetter) hätten besser nicht sein können. Die ALG führt ihre Jahrestagungen eigentlich in der Provinz durch. Zum 30. Geburtstag versammelten sich die Vertreter dann doch in der Hauptstadt. Weiterlesen

Wir nehmen am Griechisch-Deutschen Lesefestival 2017 teil

Die Klaus Mann Initiative Berlin e. V. stellt das bisher noch nie aufgeführte Theaterstück „ATHEN“ (1932) von Klaus Mann als szenische Lesung vor, nach einer Strichfassung von Dr. Fredric Kroll, dem Nestor der Klaus-Mann-Forschung.

06.02.2017, 20:30 Uhr
Terzo Mondo am Savignyplatz in Berlin

Mit dabei sind:
Dr. Fredric Kroll (Sokrates)
Hauke Diekamp (Alkibiades)
Blanche Kommerell (Xanthippe)
Kostas Papanastasiou (Timon)
Steffen Marciniak (Meletos)
Margarete Hamm (Tänzerin)

athen-banner

Grafik angefertigt und bereitgestellt von Steffen Marciniak.
Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Signe von Scanzoni – die letzte Gefährtin von Erika Mann

25.01.2017, 20:00 Uhr
Büchergilde Gutenberg Berlin, Buchhandlung am Wittenbergplatz

als-ich-noch-lebteDie Schauspielerin, Sängerin und Theaterkritikerin Signe von Scanzoni war die letzte Lebensgefährtin von Erika Mann. Nach deren Tod im September 1969 schrieb sie den fast 200 Manuskriptseiten umfassenden „Bericht über Erika Mann“. Dieser Text liest sich als Totenklage, Lebensbeichte und letztes großes Briefgespräch. Er erzählt von einer leidenschaftlichen Bindung, die vom Zwang zur Verschwiegenheit und zum Verstecken ebenso bestimmt war wie von heftigen Kontroversen über Politik und Zeitgeschichte (Quelle: Wallstein Verlag).

Referentin: Prof. Dr. Irmela von der Lühe (Universitätsprofessorin u. a. an der FU Berlin)
Moderation: Frank Träger und Konstantin Rau

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Mitglieder der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. und der Büchergilde haben freien Eintritt.

Die Veranstaltung ist Teil des gemeinsamen Rahmenprogramms der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN und des Schwulen Museums* Berlin zur Ausstellung „Es ist also ein Mädchen“: Hommage an Erika und Klaus Mann.

Weitere Informationen finden Sie bei Facebook und auf der Website der Büchergilde Gutenberg.