3 Tage, 4 Veranstaltungen & 100 Gäste

Unser kleiner Klaus-Mann-Veranstaltungsmarathon, der uns in den vergangenen Tagen in das Schloss Grochwitz, das Romanische Café und die Lettrétage geführt hat, ist heute Abend im Zauberberg zu Ende gegangen. Wir möchten uns bei allen Akteuren und Besuchern herzlich bedanken und verabschieden uns mit ein paar visuellen Eindrücken von den verschiedenen Veranstaltungsorten und natürlich mit einem Erfahrungsbericht vom großen Finale.

TAG 1. Die Martinée zu KLAUS MANNS BERLIN im Schloss Grochwitz (Herzberg). Den Vortrag hielten Konstantin Rau (l.) und Frank Träger.

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TAG 2. Ein Bild von unserer Jahreshauptversammlung im Romanischen Café des Hotels Waldorf Astoria in Berlin. Links (von vorne nach hinten): Eric Weigert (Vize), Florian Wolf-Roskosch (Neuwahl Vize), Valentina Savietto (Beirat); rechts: Stefan M. Weber (Beirat), Dagmar Schwindt, Dr. Fredric Kroll (Ehrenmitglied, Nestor der Klaus-Mann-Forschung), Frank Träger (Vorsitzender), Konstantin Rau (Vize) und Markus Reiniger (Admin).

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TAG 2 (etwas später). Das „Literarische Quartett“ beim Lektüreabend in der Lettrétage zu Klaus Manns Roman „Treffpunkt im Unendlichen“; v. l.: Frank Träger, Valentina Savietto, Eric Weigert und Florian Wolf-Roskosch.

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TAG 3. Im Vorfeld gab es Zweifel, ob die Lesung „Der Kaplan“ in der literarischen Buchhandlung „Der Zauberberg“ vom Publikum angenommen wird. Und es gab Zweifel, ob die Länge des Vortrages (1 Stunde) und der Dramatischen Lesung (20 Minuten) angemessen sind. Als der Vorsitzende Frank Träger gegen 18 Uhr zu letzten Absprachen im „Zauberberg“ eintraf, schockierte ihn der Mitarbeiter Harald Loch mit der Zahl der Anmeldungen: Null! Und die 13 Facebook-Anmeldungen galten als extrem unsicher. Als Träger – selbst Akteur – kurz vor 20 Uhr erneut zum Veranstaltungsort zurückkehrte, hatte er Mühe, noch einen Platz zu bekommen – so gut gefüllt war die Buchhandlung. Selbst nach 20 Uhr trafen noch Gäste ein.

IMG_0835Der Vortrag von Dr. Fredric Kroll über die Umstände der Mitarbeit Klaus Manns an Roberto Rossellinis Episodenfilm „Paisà“ (1946) wurde vom Auditorium jedenfalls mit großer Konzentration aufgenomIMG_0846men. Die nachfolgende Dramatische Lesung „Der Kaplan“ – der Text wurde von Fredric Kroll exklusiv für diesen Abend übersetzt – rührte das Publikum und wurde ein unglaublicher Erfolg. Vor allem der Akzent der italienischen Doktorandin Valentina Savietto und des in New York geborenen Fredric Kroll gaben dem Ganzen – bei aller Tragik des Inhalts – einen kosmopolitischen Glanz: Es gab ein wohlwollendes Raunen im Publikum, als Valentina Savietto die ersten Worte von Ernestos Mutter Signora Silotti sprach. Konstantin Rau und Frank Träger erhielten im Anschluss mehrmals das Feedback: „Das hätten wir euch gar nicht zugetraut.“ Ein begeisterter und lang anhaltender Beifall war der Lohn.
Beim anschließenden Empfang herrschte eine ausgelassene und heitere Stimmung wie selten zuvor. Und die Akteure der Klaus Mann Initiative Berlin waren stolz und erleichtert über den erfolgreichen Abschluss des dreitägigen Veranstaltungsmarathons. Ein schönes Geschenk zu Klaus Manns 108. Geburtstag!

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