111 Jahre Klaus Mann: Festempfang auf dem Flughafen Tempelhof

Am 18. November 2017, von 12:00 bis 16:00 Uhr, feiern wir in der Haupthalle des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof den 111. Geburtstag Klaus Manns und den fünften Jahrestag der Gründung unserer Initiative. Wir sind offizieller Mitgestalter des Tages der offenen Tür von 12:00 bis 17:00 Uhr.

Um 13:00 Uhr gibt es einen Sektempfang der Klaus Mann Initiative Berlin e. V. zum 111. Geburtstag Klaus Manns und zu unserem fünften. Eingeladen sind Mitglieder, Freunde und Gäste…

Jeweils um 12:30, 13:30, 14:00, 14:30, 15:00 und 15:30 Uhr gibt es zudem einen Kurzvortrag unseres Vorsitzenden Frank Träger zu Klaus Mann und zur Initiative. Wir freuen uns auf Gespräche mit Interessierten und potentiellen Mitgliedern!

Warum Tempelhof? Dreimal besuchte Klaus Mann nach dem Ende des II. Weltkrieges Berlin. Jedesmal kam er in Tempelhof an und war gespannt: Wie würde sich der Aufbau der zerstörten Stadt gestalten? Wie gingen die Menschen mit der Mitschuld vieler Mitbürger am Zustandekommen des NS-Regimes um? Und vor allem: Wie gestaltete sich die absehbare Entwicklung der Teilung angesichts der Konfrontation der ehemaligen Siegermächte? Kurz nach seinem letzten Besuch ereigneten sich die Berlin-Blockade und als Konsequenz die Luftbrücke.

Wir bitten alle Mitglieder und Freunde im Falle einer Teilnahme gleichermaßen höflich und dringlich um eine Vorabinformation per E-Mail: KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de.

Bitte richten Sie sich auf Sicherheitskontrollen wie auf einem aktiven Flughafen ein. Zudem bitten wir Sie wegen der Kurzfristigkeit um Verständnis: Es gab langwierige Verhandlungen mit dem Senat. Unsere Teilnahme dort ist nicht selbstverständlich!

Details zum Tag der offenen Tür finden Sie hier.

Die ursprünglich für den 18. November 2017 geplante Veranstaltung zu Christopher Isherwood wird auf den 01. März 2018 verschoben.

Wir freuen uns auf Sie und euch!

Bildnachweis: Facebook-Seite der Tempelhof Projekt GmbH, Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0), Link zum Bild

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Symphonie Pathétique – Vom Leben und Sterben des Peter Iljitsch Tschaikowsky

Literarisches Quartett zu Klaus Manns Tschaikowsky-Roman

Am 15. Oktober 2017 wird in der Philharmonie Berlin eine dramatische Collage über Liebe, Leidenschaft und Tod in drei Akten nach Texten von Klaus Mann zur Musik von Peter Tschaikowsky gegeben. Die Aufführung des ORSOphilharmonic-Orchesters unter der Leitung von Wolfgang Roese ist eine Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten des Berliner Aids-Hilfe e. V.

Die KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. führt – in Abstimmung mit Wolfgang Roese – eine Begleitveranstaltung in Gestalt eines Literarischen Quartetts zum Roman von Klaus Mann durch:

Die Darstellung der Frauen im Werk von Klaus Mann

Am Dienstag, den 13. Juni 2017, wird die spanische Germanistin Ana Muñoz Gascón (Dekanin der Fakultät für Übersetzung und Interpretation an der Universidad de Valladolid) ihr Projekt „Die Darstellung der Frauen im Werk von Klaus Mann“ vorstellen. Ana Muñoz Gascón ist seit Beginn des Jahres Mitglied unserer Initiative.

Die Veranstaltung ist keine Vortragsveranstaltung. Ana wird 10 bis 15 Minuten ihr Projekt vorstellen. Wenn Sie wollen, können Sie Ihre Erfahrungen zum Thema gerne mit einbringen. Die Zusammenkunft dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und hat den Charakter einer offenen Mitgliederversammlung. Der Vorsitzende ist übrigens zuvor zusammen mit Ana Gast der Mitgliederversammlung des Thomas Mann Kreises Berlin. Der Veranstaltungsort unserer Initiative ist diesem Umstand geschuldet.

Bitte melden Sie sich unbedingt per E-Mail bis Montagabend verbindlich an:
KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de

Zeit und Ort:
Dienstag, 13.06.2017, 20:00 Uhr (bis ca. 21:00 Uhr)
BonVerde am Wannsee
Kronprinzessinnenweg 251/252
14109 Berlin

Umfrage: Klaus Mann – ein Vorbild?

Am Rande der Vernissage zur Exposition „Es ist also ein Mädchen“: Hommage an Erika und Klaus Mann am Schwulen Museum* Berlin Ende Oktober 2016 fragte mich ein Altvorderer des Museums, ob man denn eine Schule nach Klaus Mann benennen könne. Natürlich stand hinter der Frage – die keineswegs als flache Provokation gemeint war – das offenkundige Interesse des Fragenden, wie ich – in Personalunion Gymnasiallehrer und Gründer bzw. Vorsitzender der Klaus Mann Initiative Berlin e. V. – die konstruktiven und die destruktiven Aspekte in Leben und Werk von Klaus Mann denn gewichten würde. So verblüfft ich über die Frage war, so verblüfft bin ich noch heute über meine eigene unumwundene Antwort.

Ich bitte Sie hiermit um IHR Statement mit einer angemessenen Begründung:

  1. Taugt Klaus Mann zum Vorbild? Und:
  2. Ist es angemessen, eine Schule nach Klaus Mann zu benennen?

Meine Entgegnung mit einer ausführlichen Begründung habe ich in einem Aufsatz für die „ALG-Umschau“ (Nr. 56) veröffentlicht. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten von Ihnen das Magazin gelesen haben. Aus einem Grund ist das sogar ganz gut so, da Sie nun ohne Beeinflussung urteilen können.

Ich würde mich sehr über Ihre Mitarbeit freuen! Mit der Teilnahme stimmen Sie einer Veröffentlichung Ihrer Meinung zu. Wenn Sie einer Veröffentlichung NICHT zustimmen, teilen Sie uns das bitte ausdrücklich mit. Gleiches gilt für einen möglichen Wunsch, das Statement anonym zu veröffentlichen.

Auf einen fruchtbaren Meinungsaustausch über
KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de.

Einsendeschluss ist der 23. Mai 2017.

Ihr Frank Träger
Vorsitzender

Gegen den Hass

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Nach dem Veranstaltungsmarathon zu Klaus Manns 110. Geburtstag werden wir uns zeitgenössischen Themen stellen. Genauso, wie sich Klaus Mann den Themen seiner Zeit stellte. Leider sind die Probleme unserer Zeit denen seiner gar nicht so unähnlich. Das fünfte Literarische Quartett unserer Initiative stellt sich den Herausforderungen Demokratiefeindlichkeit, Populismus, Fanatismus, Rassismus und Nationalismus.

Carolin Emcke, Autorin des Essays „Gegen den Hass“, ist eine der wichtigsten Intellektuellen der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde vor wenigen Monaten in der Paulskirche zu Frankfurt am Main mit dem Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

„Sie setzt dem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berücksichtigt, ein Lob des Vielstimmigen, des ‚Unreinen‘ entgegen – weil so die Freiheit des Individuellen und auch des Abweichenden zu schützen ist. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen, weil Differenzierung und Genauigkeit das sind, was sie am meisten ablehnen.“ (Fischer-Verlage)

Die Akteure des Abends diskutieren die Argumente und die Denkanstöße Carolin Emckes zur Verteidigung der humanistischen Haltung und einer offenen Gesellschaft vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungswelt.

19. April 2017 | 20 Uhr | Lettrétage Berlin

Akteure:

Ármin Langer
war u. a. Rabbinerstudent am progressiven und egalitär ausgerichteten Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, jetzt Student der jüdischen Theologie an der Universität Potsdam; Gründer der „Salaam-Schalom“-Initiative (2013), die sich für den jüdisch-islamischen Dialog einsetzt, Autor von „Ein Jude in Neukölln: Mein Weg zum Miteinander der Religionen“ (2016)

Gabriel Wolkenfeld
Slavist; Studium der Germanistik, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Russistik sowie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Potsdam; längere Auslandsaufenthalte in Estland, Belarus, Russland; Lehrer für Deutsch als Fremdsprache; Autor von „Wir Propagandisten“ (2015)

Karl Kelschebach
Student an der Freien Universität Berlin: Deutsche Philologie und Politikwissenschaften mit Lehramtsoption

Frank Träger
Gymnasiallehrer für Politik, Ethik und Religion; Fachberater im Bereich des Staatlichen Schulamtes Brandenburg an der Havel; Gründer und Vorsitzender der Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

© Carolin Emcke „Gegen den Hass“. Leserechte mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2016 vom 14.02.2017 exklusiv für Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

„Schön, dass Sie Klaus Mann Frischluft zufächeln!“

Ein Nachtrag in eigener Sache: Die KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V. wurde fast einstimmig zum Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e. V. (ALG) gewählt.

Die Location und der Zeitpunkt (und auch das Wetter) hätten besser nicht sein können. Die ALG führt ihre Jahrestagungen eigentlich in der Provinz durch. Zum 30. Geburtstag versammelten sich die Vertreter dann doch in der Hauptstadt. Weiterlesen

Wir nehmen am Griechisch-Deutschen Lesefestival 2017 teil

Die Klaus Mann Initiative Berlin e. V. stellt das bisher noch nie aufgeführte Theaterstück „ATHEN“ (1932) von Klaus Mann als szenische Lesung vor, nach einer Strichfassung von Dr. Fredric Kroll, dem Nestor der Klaus-Mann-Forschung.

06.02.2017, 20:30 Uhr
Terzo Mondo am Savignyplatz in Berlin

Mit dabei sind:
Dr. Fredric Kroll (Sokrates)
Hauke Diekamp (Alkibiades)
Blanche Kommerell (Xanthippe)
Kostas Papanastasiou (Timon)
Steffen Marciniak (Meletos)
Margarete Hamm (Tänzerin)

athen-banner

Grafik angefertigt und bereitgestellt von Steffen Marciniak.
Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.