Happy Birthday Fredric Kroll zum 75.!

Bild

Schloss Grochwitz

Wir gratulieren unserem Ehrenmitglied Dr. Fredric Kroll, dem Nestor der Klaus-Mann-Forschung, zu seinem 75. Geburtstag. Wir wünschen ihm Gesundheit und einen nie versiegenden, schöpferischen Kraftquell.

Der US-amerikanische Autor, Komponist und Herausgeber Fredric Kroll ist Gründungsmitglied unserer Initiative. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenen Frank Träger erklärte er, erneut in Sachen Klaus Mann aktiv werden zu wollen. Unter anderem sei die Veröffentlichung der Szenischen Lesung „Der Kaplan“ geplant. Die Performance hatte am 18.11.2014 in der Berlin-Friedenauer Buchhandlung „Der Zauberberg“ Premiere und gilt als eine Sternstunde der Klaus Mann Initiative Berlin e.V. Auch weitere Aktivitäten sind geplant.

???????????????????????????????

Bild 1: Fredric Kroll (l.) im Gespäch mit dem jungen Poeten Florian Wolf-Roskosch auf Schloss Grochwitz (Herzberg a. d. Elster) am 16.11.2014 (Foto: Klaus Mann Initiative Berlin e.V.)

Bild 2: Schlussapplaus nach der Szenischen Lesung „Der Kaplan“ in der berühmten Buchhandlung „Der Zauberberg“ in Berlin-Friedenau am 18.11.2014. Das Manuskript wurde von Dr. Fredric Kroll erarbeitet. V.l.n.r. Valentina Savietto, Konstantin Rau, Fredric Kroll, Frank Träger. (Foto: Klaus Mann Initiative Berlin e.V.)

 

Pläne schmieden mit Albert Coers

rbtmdn

In München wird es ein ungewöhnliches Denkmal für die Familie Mann geben (Siehe ausführlicher Beitrag unten!) Die beiden Vorständler Frank Träger und Karl Kelschebach unserer Initiative trafen sich am 15. Januar 2020 im „Romanischen Café“ RoCa im Berliner Walddorf Astoria am Kurfürstendamm mit Albert Coers (Mitte), dem Schöpfer des Denkmals. Neben der Erörterung des Projektes wurden auch Möglichkeiten sondiert, wie sich unsere Initiative an der Eröffnung des Denkmals in München beteiligen könnte.

Auf jeden Fall wird es im Juni 2020 eine diesbezügliche Veranstaltung in Berlin geben. Angedacht ist der 06.06.2020, der 145. Geburtstag von Thomas Mann. Wir informieren rechtzeitig. Seien Sie gespannt!

 

Ein Denkmal für die Familie Mann in München

Ein Denkmal für die Familie Mann / A Monument to the Mann Family
Konzept von Albert Coers
Das Denkmal für die Familie Thomas Mann besteht aus Schildern von Straßen, die nach Mitgliedern der Familie benannt sind, und aus Straßenleuchten. Diese stammen aus München, aber auch aus anderen Orten der Welt, die mit der Familie Mann in Bezug stehen.
In Schildern und Leuchten spiegelt sich die Internationalität der Familie Mann wider, von München ausgehend, mit Herkunfts‑, Lebens- und Wirkungsorten in Europa, den USA und Südamerika, gleichzeitig ihre weltweite literarische Ausstrahlung und Bedeutung. Dies ist auch anhand der unterschiedlichen Straßenbezeichnungen (Via, Rue, Rua…) ablesbar. Die Aufstellung orientiert sich an der topographischen Lage der Orte zueinander und bildet eine imaginäre Karte. Angesprochen sind Aspekte von Ortsverbundenheit, gleichzeitig Emigration und häufigem Ortswechsel sowie grenzüberschreitendem Weltbürgertum, wofür die Familie als Beispiel gelten kann.
Ausgangspunkt sind Situationen in München, dem langjährigen Lebensmittelpunkt der Familie. Hier gibt es inzwischen mehrere Straßen und Plätze, die nach Mitgliedern der Familie benannt sind, nach Erika, Klaus, Elisabeth, Golo. Jedoch liegen diese an wenig frequentierten Orten, in Neubaugebieten, an der Peripherie, sind so im kollektiven Gedächtnis wenig präsent. Diese Schilder, samt der Lampen, an denen sie befestigt sind, werden ins Zentrum der Stadt gebracht, als Gruppe versammelt und dadurch stärker sichtbar. Es findet eine „Familienzusammenführung“ statt. Gleichzeitig verweisen Schilder und Lampen zurück auf ihre ursprünglichen Standorte. Damit betont das Denkmal den Bezug zu urbanen Strukturen.
Namen
Für Katia Mann, nach der bisher keine Straße benannt ist, wird ein neues Schild geschaffen. Dies macht „Frau Thomas Mann“ stärker im Bezug zur Stadt sichtbar, war sie doch gebürtige Münchnerin und entstammte der jüdischen Familie Pringsheim, die, wie die Manns, ihren Besitz verloren und emigrieren mussten. Die Benennung im Denkmal nimmt vorweg, was eigentlich ein langwieriger Prozess wäre. Diese Mischung von Realität und Fiktion ist auch Verweis auf literarische Verfahren, wie sie Thomas oder auch Klaus Mann praktizierten.
Leuchten
Geplant sind ca. 15 Leuchten und Schilder. Neben solchen aus München zeigen weitere die Spannweite zwischen Europa, Nord- und Südamerika, stellen Bezüge her.
Ein Straßenschild stammt aus Paris, Lübeck ist als Geburtsort von Thomas Mann und Schauplatz von „Die Buddenbrooks“ vertreten. Aus Frankfurt stammen Lampe und Schild vom Klaus-Mann-Platz, Standort eines Denkmals für verfolgte Homosexuelle; damit ist ein Bestandteil der Identität mehrerer Familienmitglieder inbegriffen.
Rom ist präsent als Aufenthaltsort von Thomas (und Heinrich) Mann in jungen Jahren. Für den südamerikanischen Teil (Thomas Manns Mutter Julia stammte aus Brasilien) stehen Straßenlampe/Schild aus São Paulo.
Eine Leuchte wird dagegen aus Nida/Nidden in Litauen kommen, bevorzugte Sommerfrische der Familie Mann. Sanary-Sur-Mer an der Côte d’Azur war erster Ort der Emigration in den 1930er Jahren. Von dort stammt eine Lampe, die für die Familie insgesamt steht, ebenso eine aus New York, in Nähe des ehemaligen Hotel Bedford, wo die Manns wiederholt abstiegen.
Auf Los Angeles verweist eine Leuchte. Dort ließ Thomas Mann 1942 eine Villa bauen, die er bis zur Rückkehr nach Europa 1952 bewohnte. Eine Leuchte aus aus Kilchberg stellt eine Beziehung her zum Wohnort von Thomas und Katia, auch von Erika (nach der in Zürich eine Straße benannt ist) und zuletzt Golo, der in Leverkusen verstarb.
Recherchereisen an die jeweiligen Orte sind Bestandteil des Projekts, ebenso eine Buchpublikation, die Hintergrund und Entstehung des Denkmals dokumentiert, vermittelt und ergänzt, auch um die aktuellen Situationen der Straßenschilder und Leuchten vor Ort.

Unser Start in die neuen 20er Jahre: Klaus Manns Hölderlin

Bild

Stechau

Allen Mitgliedern, Mitstreitern und Freunden ein gesundes neues Jahr 2020 verbunden mit einem Neujahrsgruß aus dem Schlosspark Stechau (Südbrandenburg). Das Anwesen gehörte und gehört einem Zweig der Frankfurter Bankiersfamilie Gontardt, bei der der Dichter Friedrich Hölderlin Hauslehrer war. Eine Marmorstele im Schlosspark erinnert daran.

Im März jährt sich der Geburtstag des Dichters zum 250. Mal. Die Klaus Mann Initiative Berlin e.V. wird eine Veranstaltung zu den Feierlichkeiten beisteuern. Unter dem Abeitstitel „Klaus Mann: Hölderlin in the Barracks“ laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Seien Sie gespannt! Nähere Infos erfahren Sie bald hier.

WANTED! WER KANN HELFEN? „TREFFPUNKT IM UNENDLICHEN“

WANTED!  – „TREFFPUNKT IM UNENDLICHEN“ – die Doku (1983) und das Doku-Drama (1984)

TiU alt

Ein Freund unserer Initiative wandte sich kürzlich an uns mit der Frage, wie man die Dokumentation „Treffpunkt im Unendlichen – Die Lebensreise des Klaus Mann““ (1983, NDR, WDR, SFB) bzw. das TV-Drama „Treffpunkt im Unendlichen“ (1984) ansehen / herunterladen / erwerben kann. Googeln hätte nicht weitergeholfen. Beide Werke wurden von dem Duo Königstein / Breloer auf den Weg gebracht. Im engeren Umfeld unseres Vereins kann keiner antworten, wohl auch deshalb, weil die TV-Serie „Die Manns“ (2001) von denselben Machern als das umfassendere Werk angesehen wurde. Dies allerdings, ohne die erstgenannten zu kennen… Gemeint sind nicht der gleichnamige Roman von Klaus Mann bzw. die gleichnamige Festschrift zum 70. Geburtstag unseres Ehrenmitglieds Dr. Fredic Kroll.

WER KANN HELFEN? Antwort bitte via KLAUS-MANN-INITIATIVE-BERLIN@t-online.de

KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN gönnt sich ein „Sabbat-Halbjahr“!

Nach den gleichermaßen aufregenden wie anstrengenden Aktivitäten zum 70. Todestag Klaus Manns in Amsterdam, Berlin und Lübeck in diesem Frühjahr gönnen wir uns jetzt eine schöpferische Pause. Allerdings ist von Ruhe keine Spur. Die Planungen für das Frühjahr laufen auf Hochtouren. Zusammen mit unserer Amsterdamer Sektion wird ein Projekt in Berlin auf den Weg gebracht. Seien Sie gespannt!

Bild: Der Vorstand unserer Intiative hat seine Lieblingslocation gefunden: den ‚Freischwimmer‚ an der Grenze zwischen Kreuzberg und Treptow – gegenüber dem ‚Club der Visionäre‘. Der Flutgraben, der beide angesagten Clubs trennt, war bis vor dreißig Jahren ein Teil des Todesstreifens. Mittlerweile haben sich die Natur und die Partyhungrigen den Ort zurückerobert.

Der Vorstand (v.l.n.r.): Madeleine Kneissig, eine aus Luxemburg stammende Literaturstudentin (HUB), der Vorsitzende Frank Träger und Karl Kelschbach (Vize-Vorsitzender). An dem Tag leider verhindert: Konstantin Rau. Das Meeting war im Grunde genommen ein Brainstorming über den weiteren Weg.

Regenbögen über Madagaskar – Am Vorabend des CSD

Couverture-Von-300x300-1-175x300Freitag, 26. Juli 2019 von 20:00 bis ca. 22:00 Uhr

Lettrétage, Mehringdamm 61, 10961 Berlin-Kreuzberg

Eintritt: 5/3€, Mitglieder frei

Wie lebt es sich als Schwuler in Madagaskar? Diese Frage begleitete Karl Kelschebach, Mitglied der Klaus-Mann-Initiative, auf seiner Reise in das stark religiös geprägte Land im Indischen Ozean. Antworten fanden sich in den Bars einer schillernden Bohème, versteckten Szene-Treffs – und der ersten Prosasammlung, die Einblicke in Madgaskars schwule Lebenswelten gewährt: Mémoires d‘un jeune gay dérangé. Texte daraus werden in französischer und deutscher Sprache vorgetragen und gemeinsam mit den Gästen als Zeugnisse einer facettenreichen (Sub-)Kultur erkundet. Gespräche bei einem kühlen Getränk runden den Abend ab.

Vortrag: Karl Kelschebach

Karl hat Germanistik und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert. Zuvor absolvierte er einen Freiwilligendienst in Burkina Faso und 2018/2019 ein Praktikum beim Deutschen Akademischen Austauschdienst in Madagaskar, wo er außerdem Sprachkurse am Goethezentrum erteilte.

Lesung: Nora Kelschebach und Madeleine Kneissig

Nora bereiste 2015/2016 Südamerika. Sie studiert Nachhaltiges Management an der TU Berlin und engagiert sich in der Umweltbewegung „Ende Gelände“.

Madeleine stammt aus Luxemburg und studiert derzeit Literaturwissenschaft an der HU Berlin.

Madeleine und Karl sind Vorstandsmitglieder unserer Initiative.

Eine Veranstaltung der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e. V.